Liebe Eltern, liebe Schüler und Schülerinnen!
Berufliche Orientierung ist ein wesentlicher Faktor der schulischen Bildung in der Sekundarstufe I. Hier müssen die Schüler*innen und ihre Eltern Weichen für die nächsten Jahre nach dem Abschluss stellen. Und das ist eine sehr schwierige Aufgabe, zugleich aber auch eine große Chance, da es in der modernen Arbeitswelt eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt.
Deshalb ist einer der pädagogischen Schwerpunkte der Schule die Berufsorientierung (kurz BO genannt). Es ist uns wichtig, die Schüler*innen schon ganz früh (also ab Klasse 5) für diesen Bereich zu sensibilisieren. Auf dem Weg hin zum Übergang in schulische Weiterbildung oder Ausbildung wollen wir Begleiter und Ratgeber sein und den Übergang in eine dann ganz neue Welt für die uns anvertrauten Jugendlichen so reibungslos und erfolgreich wie möglich gestalten.
Seit Beginn des Schuljahres 2022/23 hat sich aus Kolleg*innen beider Standorte eine Arbeitsgruppe BO gebildet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Konzepte beider Schulen zu einem gemeinsamen Konzept zu entwickeln.
Und es ist auch schon vieles geschehen:
- An beiden Standorten hat die Schule einen für alle Schüler*innen zugänglichen öffentlichen Aushang, der über aktuelle Termine, Angebote und Aktionen berichtet, und auf Sprechstunden und Ansprechpartner hinweist.
- An beiden Standorten verfügt die Schule über einen Beratungsraum, in Niederbrechen ganz neu eingerichtet (Infopoint Berufsorientierung; im „Container“), der es Schüler*innen ermöglicht, in Ruhe die Anliegen zur Berufsorientierung zu besprechen.
- Die AG hat schulumfassendes BO-Curriculum entwickelt (dieses Curriculum umfasst alle Schulformen und Jahrgänge an der Schule, inklusive Förderschwerpunkt Lernen). Dieses befindet sich in der Erprobung.
- Die AG hat sich auf ein neues, für beide Standorte verbindliches, modernes Lehrwerk in Arbeitslehre geeinigt.
- Ab dem Schuljahr 23/24 wird der Anteil an Arbeitspraxis im Fach Arbeitslehre gestärkt werden.
- Die Schule nahm bereits zweimal an der Berufsmesse der IHK statt.
- Es gab jährlich zwei Elterninformationsabende zur Abschlussbegleitung und weiterführenden Orientierung (Schulen / Ausbildung).
- Außerdem gab es Informationsabende zu berufsorientierenden Maßnahmen
- Durchführung der Praktika in Jahrgang 8 und 9
Bewährtes bleibt bestehen und wird gestärkt:
- Wie es die Verordnung zur Berufsorientierung (VOBO) vorsieht, wird an beiden Standorten ab Klasse 7 mit dem Berufswahlpass gearbeitet. Ab dem kommenden Schuljahr wird es dazu klare Handreichungen geben.
- Ebenso vorgeschrieben sind die Praktika, die ab dem kommenden Schuljahr gemäß den Verordnungen der VOBO durchgeführt werden und den Schüler*innen Möglichkeiten geben, in die Berufswelt hineinzuschnuppern.
- Auch der Girls/Boys Day wird seine Wertigkeit behalten, wobei der Schwerpunkt klar gemäß der Vorgabe dieses Formats auf der Möglichkeit liegen wird, sich entgegen des tradierten Geschlechterverständnisses zu orientieren: Mädchen in den sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), während die Jungen sich in den eher sozialen Berufsbildern umschauen sollen.
- Ab Klasse 7 sollen Schüler*innen und deren Eltern durch eine Testung die Möglichkeit gegeben werden, Kompetenzen für in vielen beruflich relevanten Bereichen festzustellen (die sogenannte Kom-Po-7-Testung). Dies wird mit entsprechend geschulten Kolleg*innen durchgeführt und die Ergebnisse in einem ausführlichen Eltern-Schüler-Lehrergespräch besprochen.
- Ab dem Schuljahr 2023/24 ist an beiden Standorten das Limburger Modell für alle Schüler*innen ermöglicht worden (nähere Infos dazu s. Zusatzbericht)
- Ein wesentlicher Aspekt ist die Information: Bei der Vielzahl der Möglichkeiten ist es für Personen, die sich nicht täglich damit beschäftigen schwierig, all diese vielen Möglichkeiten schulischer Weiterbildung, vollschulischer oder dualer Ausbildung, Praktika oder freiwilliger Jahre zu durchblicken. Da helfen Elterninfoabende und Elternbriefe und selbstverständlich auch Einzelberatungen, zu denen Schüler*innen und Eltern herzlich eingeladen sind. Ebenso steht Schüler*innen und Eltern eine Vielzahl an Informationsmaterial zur Verfügung, das den Schüler*innen durch die Klassenlehrer*innen an die Hand gegeben wird, in den Schulstandorten ausliegt und angefragt werden kann.
- Selbstverständlich steht auch weiterhin an beiden Standorten Frau Müller von der Bundesagentur für Arbeit Schüler*innen und Eltern gleichermaßen zur Verfügung.
- Unsere erste schulinterne Berufsmesse hatte im vergangenen Schuljahr ihre sehr erfolgreiche Premiere.
Ausblick:
Um eine Schule, die aus zwei Standorten besteht, die bis Sommer 2022 eigenständige Schulen waren, auch im Bereich der Berufsorientierung in einen Gleichklang zu bringen, braucht es mehr als ein Schuljahr. Wir wollen in der Zukunft noch Vieles ergänzen, Neues erreichen und haben weitere Pläne:
- Ausbau der Netzwerkarbeit, insbesondere mit
- heimischen Firmen und Ausbildungsbetrieben
- mit weiterführenden Schulen (z.B. Hessen-Campus Limburg: Adolf-Reichwein-Schule, Friedrich-Dessauer-Schule, Peter-Paul-Cahensly-Schule, Wilhelm-Knapp-Schule, Glasfachschule, Techniker-Akademie, Kerschensteiner-Schule etc.)
- mit Institutionen wie IHK, Handwerkskammern, Arbeitskreis Schule-Wirtschaft, Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft und anderen.
- Ausbau der Betriebserkundungen und Expertengesprächen
- Ausbau der Beratungstätigkeit
- Aufbau einer schulinternen Berufsmesse (geplant ab Schuljahr 2023/24)
- Verstärkung der Einbindung der Eltern und Kolleg*innen in die BO
Alles fließt – Panta rhei
„panta rhei“, sagte schon der altehrwürdige griechische Philosoph Heraklit und meinte damit, dass sich alles im Fluss befindet: So auch an der Verbundschule - Bestimmt gibt es auch bei uns bald wieder Neuigkeiten. Wir laden Sie / euch ein, bald mal wieder auf unsere Seite vorbeizuschauen und Neues zu entdecken.